Das Deutsche Archiv für Theaterpädagogik

Das Deutsche Archiv für Theaterpädagogik wurde am 1. September 2007 in Lingen gegründet. Es dokumentiert als Forschungsgrundlage die Geschichte und Gegenwart der Theaterpädagogik. Es sichert als archivwürdig bewertete Dokumente aller Medien aus der jüngeren und älteren Geschichte des Fachs und stellt sie für Forschung, Lehre, künstlerische Praxis und Öffentlichkeitsarbeit bereit. In regelmäßigen Abständen veranstaltet das DATP öffentliche „Erzählcafés“, in denen die Vorlassgeber des DATP aus ihrer Praxis berichten.

 

Hier geht es zur Homepage und zur Datenbank des Deutschen Archivs für Theaterpädagogik:

 Deutsches Archiv für Theaterpädagogik

  

Ziele des DATP sind

  • nationales und internationales Kulturgut zu bewahren
  • Geschichts- und Gegenwartsforschung zur Theaterpädagogik als wissenschaftliche Basis des Faches anzuregen
  • Impulse in wissenschaftlichen, künstlerischen und pädagogischen Feldern zu geben
  • eine Schnittstelle zwischen Forschung und Lehre durch die Integration in den Studiengang Theaterpädagogik an der FH Osnabrück/ Standort Lingen zu schaffen
  • einen internationalen Ort des lebendigen Dialogs zwischen den Generationen der Theaterpädagogik zu etablieren.

 

Derzeit beherbergt das Archiv sechs Vorlässe:

  • seit 2007 „Prof. Eva Brandes“, Hamburg – Brockhöfe, und „Prof. Dr. Wolfgang Nickel“, Universität der Künste, Berlin
  • seit September 2008 „Willy Praml“ aus Frankfurt am Main, das „Lehrstückarchiv“ der Universität Hannover sowie die Sammlung „Elinor und Gerhard Lippert“ von der Ludwig-Maximilians-Universität München
  • seit Mai 2009 „Uwe Krieger“, Berlin.

 

Folgende Forschungs- und Lehrprojekte sind eng mit dem DTAP verbunden:

 Archäologie der Theaterpädagogik I

Das Projekt erforscht die Geschichte der Theaterpädagogik - allerdings nicht auf einen Ursprung hin. Es will die Ereignisse und "Geschichten des Fachs" sammeln, die letztlich in der Gründung als eigenständige Wissenschaft in den 1970er-Jahren mündeten.

 Archäologie der Theaterpädagogik II 

An der ersten internationalen Konferenz der Disziplin im Jahr 2005 in Lingen nahmen rund 200 Theaterpädagoginnen und -pädagogen teil. Sie betrachteten die Entwicklung und Ausprägungen der Theaterpädagogik über Landes- und Generationsgrenzen hinweg und gaben den Auftrag, das Archiv für Theaterpädagogik zu gründen. Das Institut für Theaterpädagogik, das Theaterpädagogische Zentrum Lingen und das Europäische Zentrum der International Amateur Theatre Association/ Association Internationale du Théâtre (IATA/ AITA), Lingen, veranstalteten die Konferenz.

Größte Quellensammlung für Theaterpädagogik in Europa wächst

Dem Archiv wurden elf weitere Sammlungen und Vorlässe renommierter Theaterpädagog/innen angekündigt – weit über 200 Meter laufende Regalreihen sowie Stöße von Plakaten, Videos und DVDs.

 

Das Archiv stellt Informationen beispielsweise für Forschungsprojekte und Abschlussarbeiten bereit, berät aber auch Studierende und Theaterpraktiker für ihre Arbeit. Derzeit wird das DATP vor allem für Bachelor-Arbeiten sowie Dissertationen genutzt.

 

Für die Lehre unverzichtbar

Es ist außerdem in die Lehre des FH-Studiengangs Theaterpädagogik am Standort Lingen/ Ems eingebunden: Im Modul „Archäologie der Theaterpädagogik“ analysieren Studierende Konzepte der Vorlassgeber und beziehen sie auf die eigene Arbeit, im Modul „Studium Generale I – Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten“ erlernen sie am Material Techniken des wissenschaftlichen Erfassens von Informationen, Quellenanalyse und –kritik und diskutieren zur Kulturgeschichte sowie zum Fach.

 

Mehr Informationen:

 Deutsches Archiv für Theaterpädagogik

 

Mit dem Archiv verbundene Forschungsprojekte und Gründungsgeschichte des Deutschen Archivs für Theaterpädagogik:

Archäologie der Theaterpädagogik

 

Projektleitung: Prof. Dr. Marianne Streisand; Wissenschaftliche Mitarbeit: Bernd Oevermann.